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Kubismus und Futurismus (1907-1925)
Analytischer Kubismus
Synthetischer Kubismus
Futurismus


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Analytischer Kubismus (1907-1911)

Wie die Expressionisten glauben auch die französischen Kubisten nicht mehr an eine Wirklichkeitsillusion in der Kunst. Jedoch nehmen sie nicht ihre bloßen Empfindungen zum Anlaß der Bildfindungen, sondern gehen analytisch vor. Formen werden zerlegt und neu zusammengesetzt, reduziert auf die Grundelemente Würfel, Zylinder, Kegel und Kugel. Als Motiv dienen den Kubisten hauptsächlich Stilleben. Damit knüpfen sie an die nachimpressionistische Malerei insbesondere von Cézanne an.

Neu ist die mehrperspektivische Sicht: Um einen Gegenstand umfassend abzubilden, wird er von mehreren Seiten dargestellt, als würde der Künstler beim Malen um ihn herumgehen. Damit kommt die Dimension Zeit ins Spiel. In einer Vielzahl in sich verzahnter Formen sind Vorder- und Hintergrund nicht mehr zu unterscheiden; die Farben sind ganz in erdigen Grau-Brauntönen gehalten.

Synthetischer Kubismus (1912-1925)

Statt einen vorhandenen Gegenstand auseinanderzunehmen, stellen die Kubisten ihren Gegenstand bald synthetisch her, indem sie sogenannte "objets trouvés" wie Tapetenfetzen und Zeitungsausschnitte in ihre Bilder integrieren. Die Erfindung der Collage bedeutet eine Hinterfragung des Verhältnisses von Kunst und Wirklichkeit, wird doch ein Alltagsgegenstand plötzlich als ästhetisches Objekt ausgewiesen.

Der Spanier Pablo Picasso komponiert seine Bilder nach innerbildlichen Gesetzen - eines seiner berühmtesten Gemälde ist Guernica. Nach Picasso gilt Georges Braque als wichtigster Vertreter des Kubismus: Frau mit Mandoline. Weitere Künstler sind Jean Metzinger, Juan Gris und Albert Gleizes.

Futurismus (1909-1915)

Begeistert von den neuen technischen Errungenschaften glauben die Künstler des italienischen Futurismus an eine wunderbare Zukunft. Auch sie zersplittern die Wirklichkeit. Um die Gleichzeitigkeit der immer schneller werdenden Wahrnehmungsvorgänge aufzuzeigen, vereinen ihre Bilder mehrere Eindrücke wie in einem mehrfach belichteten Foto. Als Anregung dient der Film - die bewegte Abfolge statischer Bilder. Die Dimension der Zeit spielt demnach bei den Futuristen eine noch größere Rolle.

Die italienischen Künstler versuchen auch Geräusche zu verbildlichen. Ihre Begeisterung für den modernen Lärm schlägt sich sogar musikalisch wieder - in Form von "bruitistischen" Konzerten und Maschinenmusik.

Umberto Boccioni setzt Themen der modernen Zivilisation in Bewegungsabläufen auf die Leinwand, wie in Der Lärm der Straße dringt ins Haus. Andere Futuristen sind Gino Severini und Giacomo Balla.

aw