SEPTEMBER
2003

 
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LITERATUR


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Alles hergehört! - Der Hörverlag lädt zum Wettbewerb

In einer Mischung aus Poetry-Slam und Starsearch, Superstar oder Popstars sucht der Hörverlag statt Gesangsgenies diesen Herbst Erzähltalente. Denn auch wenn es anfangs viele Skeptiker gab, sind Hörbuch und Hörspiel heute immer mehr im Kommen: Wer liebt es nicht, es sich gemütlich zu machen und einer guten Geschichte zu lauschen?

Deshalb sucht der Hörverlag in einem Wettbewerb neue Erzähler und ihre Ideen. Bis zum 30. September 2003 kann, wer möchte, eine ca. fünf-minütige Geschichte auf Band oder CD sprechen und beim Hörverlag oder den beteiligten Buchhandlungen einreichen. Die Einfälle zu den Themen Spannung, Sehnsucht oder Pannen werden dann von einer Jury bewertet und die besten Einsender dürfen im Oktober in den Buchhandlungen lesen und sich dem Urteil des Publikums stellen. Wer zum Regionalsieger gekürt wird, kommt am 14.11. nach München unter die 15 Kandidaten der Endrunde. Den Siegern winkt die Veröffentlichung auf CD oder im Radio sowie Hörbuch-Pakete, MP3- und MP4-Player. Weitere Informationen und den Anmeldebogen gibt's für Interessierte unter www.hoerverlag.de. Und falls jemand noch den letzten Anstoß und eine kleine Anregung braucht, bevor er seiner Kreativität freien Lauf lässt, der kann sich unter www.hoerspiel.de umsehen. Hier findet man die Siegerbeiträge eines ähnlichen Hörspielwettbewerbs aus dem letzten Jahr.

Der Hörverlag selbst besteht nun schon seit 10 Jahren. Angefangen hatte alles 1993, als sich mehrere literarische Verlage, u.a. der Suhrkampverlag und der Carl Hanser Verlag, zum Hörverlag zusammenschlossen hatten, um bereits 1995 ihr erstes Programm mit 40 Titeln, darunter Sofies Welt, herauszubringen. Ungefähr 5 Jahre später hat sich das Angebot verzehnfacht und umfasst Bestseller wie Harry Potter und den Herrn der Ringe genauso wie Klassiker, z.B. Dantes Göttliche Komödie, Sachthemen und Kinderliteratur wie Pinocchio. Heute ist der Hörverlag Marktführer für eben dieses Literaturformat, das man sich getrost auch ohne Lesebrille zu Gemüte führen kann. Übrigens wächst mittlerweile der Hörbuchmarkt sogar schneller als der momentan rückläufige traditionelle Buchmarkt, auch wenn ersterer natürlich mit Auflagen von normalerweise zwischen 5000 und 10.000 Exemplaren noch lange nicht die Dimensionen des Marktes für gedruckte Bücher erreicht.

Dabei ist der Erzählwettbewerb nur eine Aktion von vielen, an denen der Hörverlag mitwirkt, um das Hörbuch einem größeren Publikum nahezubringen. In Berlin gibt es z.B. das "Hörspielkino unterm Sternenhimmel" im Planetarium, man kann sich Literatur übers Handy anhören oder beim Zugfahren im ICE den Hörspielkanal einschalten. Außerdem sponsert der Verlag den Nachwuchspreis "Plopp!" im Rahmen der Hörspielwoche in der Akademie der Künste, die dieses Jahr wieder vom 9.-14.11.2003 stattfindet.

Wer sich also nicht nur selbst entspannt zurücklehnen und gebannt zuhören möchte, der sollte, wie gesagt noch bis zum 30. September, selbst die Aufnahmetaste seines Kassettenrecorders drücken und seine Chance beim Erzählwettbewerb nutzen.

bk