FEBRUAR
2002

 
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LITERATUR


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Arto Paasilinna: "Der heulende Müller"
Arto Paasilinna
"Der heulende Müller"

Die Finnen spinnen! Wenn man die Bücher von Arto Paasilinna liest, könnte man das wirklich manchmal meinen. Und genau diese Unklarheit hat Paasilinna in seinem Buch "Der heulende Müller" zum Thema gemacht. Wo hört das Anderssein auf und wo beginnt der wirkliche Wahnsinn.

Kunnari Huttunen ist neu in der Gegend. Er kauft die Mühle und bringt sie hervorragend wieder in Schuss. Doch der Müller ist etwas anders. Wenn er in schlechter Stimmung ist, geht er in den Wald und heult, sodass niemand im Dorf mehr schlafen kann. Wenn er guter Dinge ist, macht er die Tiere und gelegentlich auch mal die Nachbarn nach.

Den Dorfbewohnern ist das nicht geheuer und so wird er in die Nervenklinik in Oulu gebracht. Als er dort flieht und sich im Wald versteckt, beginnt die Jagd auf Huttunen.....

Paasilinna muss diesen Roman permanent mit erhobenem Zeigefinger geschrieben haben - so zumindest der erste Eindruck. Doch die Beschreibung aller Figuren, vorneweg des "etwas anderen" Huttunen, ist so liebevoll und humorvoll, dass es trotzdem ein Genuss ist, das Buch zu lesen. Wie schon in anderen Büchern Paasilinnas spielt das Leben in der Natur eine große Rolle, man spürt seine Liebe zu den finnischen Wäldern, insbesondere im Norden des Landes.

Paasilinna wurde 1942 im lappländischen Kittilä geboren. Er gilt als der derzeit populärste Autor in Finnland.

sf