APRIL
2002

 
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LITERATUR


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Pennac: "Paradies der Ungeheuer"
Daniel Pennac
"Paradies der Ungeheuer"
Kiepenheuer & Witsch

Benjamin Malaussène ist Sündenbock von Beruf. In einem großen Pariser Kaufhaus läßt er sich unter dem fiktiven Deckmantel des technischen Leiters verantwortlich machen, wenn ein defektes Produkt daheim beim Kunden Schaden angerichtet hat. Seine perfekte Leidensmine erspart dem Kaufhaus Unsummen: Die eben noch aufgebrachten Kunden zerfließen vor Mitleid und ziehen ihre Klage zurück.

Doch Malaussènes Sündenbock-Position wird ungemütlich, als eine Bombe nach der anderen im Kaufhaus explodiert, jeweils mit Todesfolge - und Malaussène ist immer in der Nähe. Der Verdacht fällt auf den Sündenbock. Dabei hat Malaussène eigentlich schon genug zu tun als ältestes Mitglied einer ganzen Schar von Halbgeschwistern. Zu allem Überfluß erleidet sein Hund eine epileptische Krise, und eine langfingrige Journalistin kommt auch noch dazwischen.

Selbst Leser, die keine ausgesprochenen Krimi-Freunde sind, werden an „Paradies der Ungeheuer“ ihre Freude haben. Abseits einer gewöhnlichen Kriminalhandlung ist der Fall eher absurd als realistisch. Im Mittelpunkt stehen immer die exzentrischen Protagonisten und das Chaos, in dem sie sich wiederfinden. Malaussènes Welt ist surrealistisch komisch, und sie steckt voller Geschichten.

Vor 17 Jahren schrieb Daniel Pennac mit „Paradies der Ungeheuer“ den ersten Roman einer inzwischen sechs Bände umfassenden Reihe von Malaussène-Krimis, die in Frankreich große Erfolge feiern, leider aber nicht alle auf deutsch erschienen sind.

aw