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DEZEMBER
2003

 
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viventura-Reisen

"Findet Nemo "
"Findet Nemo"
Pixar Animation Studios
USA, 2003

Nach einem traumatischen Erlebnis mit einem Hai gibt Clownfisch Marlin ganz besonders acht auf das einzige Kind, das ihm verblieben ist – seinen Sohn Nemo. Doch dessen jugendliche Neugier wächst sich schnell zu einem gefährlichen Abenteuer aus.

Denn als Nemo unbedingt zur Schule will, sieht er sich rasch genötigt, nicht nur seine neuen Freunde zu beeindrucken, sondern auch dem übermäßig besorgten Vater zu trotzen. Entgegen aller Warnungen, seine rechte Flosse sei zu klein, schwimmt er zu dem Boot, das an der Wasseroberfläche zu sehen ist – und wird auf dem Rückweg prompt von einem Taucher gefangen und verschleppt.

Von diesem Moment an beginnt Marlins zwar beschwerliche, für den Zuschauer jedoch äußerst vergnügliche Odyssee auf der Suche nach seinem verlorenen Sohn. Dazu tragen sowohl die niedlichen Figuren als auch die verschiedenen Dialekte der Meeresbewohner, unzählige Witze, dumme Sprüche, Seitenhiebe und Anspielungen auf andere Filme und echte Schauspieler bei; besonderen Anteil daran haben die vergeßliche, bis dato einsame Dori, die nicht mehr von Marlins Seite weicht, ebenso wie die drei Haie mit ihrer Vegetarier-Selbsthilfegruppe (zu allem Überfluß für die Lachmuskeln werden zwei davon auch noch von „Erkan & Stefan“ gesprochen).

Wie in den meisten amerikanischen Filmen darf natürlich auch das Happy End nicht fehlen, und einige Wendungen könnten womöglich nicht ganz so vorhersehbar sein; das tut dem Film jedoch kaum Abbruch. Spannung und Spaß werden gekonnt vermischt. Findet Nemo ist sicherlich einer der besten, wenn nicht der beste Trickfilm der letzten Zeit.

Als besondere Zugabe haben die „Pixar Animation Studios“ noch einen Kurztrickfilm aus ihren Anfängen von 1989 vorangestellt, der allein schon sehenswert ist. Wer danach noch mehr erwartet, bekommt zwar nur noch eine grafische Verbesserung; inhaltlich ist dagegen ein gleichbleibend hohes Niveau für einen Film dieser Art garantiert. Selbst im Abspann kommt der Spaß nicht zu kurz, so daß sich das Sitzenbleiben ebenso lohnt wie jeder Euro, den man in das Ansehen dieses Films investiert hat.

mp