OKTOBER
2003

 
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"Fluch der Karibik"

"Fluch der Karibik"
Gore Verbinski
USA, 2003

Blaugrüne Lagunen, traumhafte Sandstrände, eine romantisch-abenteuerliche Liebesgeschichte, ein verwunschener Schatz, viel Rum und reichlich flotte Sprüche – das ist wie Urlaub im Paradies. Da stören nicht einmal die bösen Geisterpiraten.

Nach einer Seeschlacht treibt kleine William Turner ohnmächtig auf einem Wrackteil umher und wird vom zufällig vorbeisegelnden Schiff des englischen Gouverneurs Swann gerettet. An Bord befindet sich auch dessen Tochter Elizabeth, die den Schiffbrüchigen als erste gesehen hat und sofort ein lebhaftes Interesse für ihn entwickelt – was nicht zuletzt an dem seltsamen Medaillon liegt, das er um den Hals trägt. Noch ahnt niemand, daß der ebenfalls anwesende Commodore Norrington bald ähnliche Gefühle für Elizabeth hegen wird.

Einen Zeitsprung und ein paar Jahre später lebt man glücklich, aber standesgemäß im befestigten königlichen Hafen Port Royal, bis der gewitzte Pirat Jack Sparrow auftaucht und sich – zunächst erfolglos – nach einem neuen Schiff umzusehen beginnt. Auf der Flucht vor den Soldaten der königlichen englischen Marine (alles Nichtschwimmer) kommt es zu einem Duell in Turners Schmiede, in dessen Verlauf die Kontrahenten einiges über sich erfahren. Kurz darauf wird die beschauliche Festungsstadt von Geisterpiraten angegriffen: Sie sind mit einem alten aztekischen Fluch belegt, der auf die Zeit des spanischen Eroberers Hernán Cortéz zurückgeht und sie vom Sterben abhält – jedoch nicht vom Verwesen. Sie sind nun auf der Suche nach William Turner, dessen Blut sie brauchen, um die Unannehmlichkeiten des Untotseins ein für allemal wieder loszuwerden. Elizabeth wird aufgrund einer verhängnisvollen Verwechslung entführt – und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

So perfekt wie ein Zeichentrickfilm aus dem Hause Walt Disney wirkt die Welt, in die Fluch der Karibik seine Zuschauer entführt; tatsächlich taucht dieser große Name im Abspann auf. Auch andere Bekannte sind mit von der Partie: Neben Johnny Depp alias Jack Sparrow und Geoffrey Rush als böser Geisterkapitän Barbossa auch Orlando Bloom, der hier den Namen Legolas gegen den von Will Turner eingetauscht hat. Die erst achtzehnjährige Keira Knightley in der Rolle der Elizabeth kann jedoch ebenso überzeugen wie ihre bis dato etwas namhafteren Kollegen.

Vom überschaubaren Anfang bis zum in mehrerlei Hinsicht erbittert umkämpften Ende bietet der Film kurzweilige, schön anzusehende Unterhaltung. Zwar wirkt die Geschichte sehr stark wie von Lucas Arts' populärem Abenteuer-Computerspiel Monkey Island geklaut, aber Fluch der Karibik macht das erfolgreich wieder gut.

mp