DEZEMBER
2002

 
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Was heißt'n das: "Pillenknick"

 

Pil-len-knick

Als Pillenknick bezeichnet man den Knick in der Kurve der Geburtenrate, der nach dem Aufkommen der Pille zu verzeichnen war.

Die Pille kam im Jahre 1960 erstmalig in den USA auf den Markt. Ein Jahr später wurde auch in Westdeutschland die erste Pille namens "Anovlar" freigegeben. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten wurde die Pille zum beliebtesten Verhütungsmittel überhaupt.

Dies schlug sich sehr deutlich in der Geburtenrate nieder. Nach dem Baby Boom der Nachkriegsjahre sank die Geburtenrate im Zeitraum von 1964- 1978 um 46 %. Diese Zahl beeindruckt um so mehr, wenn man bedenkt, dass dies die Zeit der 68er und der sexuellen Revolution war.

Doch das Aufkommen der Pille ist nur ein Grund unter anderen für den Rückgang der Geburtenrate. Auch soziokulturelle Gründe mögen zu dem Rückgang der Geburtenrate beigetragen haben. So ist in diesem Zeitraum die Zahl der erwerbstätigen Frauen erheblich angestiegen, was durchaus Einfluss auf die Geburtenrate gehabt haben kann.

Und übrigens, heute, ein Vierteljahrhundert nach dem Pillenknick, benutzt man das Wort noch in einem anderen Zusammenhang: ein Pillenknick ist ein Gerät mit dessen Hilfe man widerspenstige Tabletten in der Mitte durchbrechen kann...

jn