JULI 01
 
 
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Romantik in Deutschland und Frankreich (1800-1850)
Romantik in Deutschland
Romantik in Frankreich
 


Caspar David Friedrich, "Einsamer Baum", 1823

Nach der Französischen Revolution setzt ein schneller gesellschaftlicher Wandel ein, gezeichnet von Krisen, Revolutionen und Kriegen. Die Erwartungen von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit erfüllen sich nicht. Dennoch ist der Wert des Individuums nun in den Mentalitäten verankert.

Romantik in Deutschland (1800-1830)

Nach der vernunftbetonten Kunst des Klassizismus wird das subjektive Empfinden zum neuen Ideal der Kunst erklärt. In der krisengebeutelten Zeitenwende bleibt den jungen deutschen Künstlern nur der Rückzug in die Gefühlswelt. Ihre Bilder drücken die Sehnsucht nach längst vergangenen Zeiten aus; das Mittelalter etwa wird als Zeit des Einklangs von Mensch und Umwelt verklärt. Bevorzugtes Genre ist die Landschaftsmalerei: Die Natur wird zum Spiegel der Seele, zum Bereich ohne Grenzen.

Caspar David Friedrich malt metaphorische Landschaftsbilder wie Einsamer Baum. Auch der Maler und Architekt Karl Friedrich Schinkel widmet sich der (Stadt-) Landschaftsdarstellung: Gotischer Dom am Wasser.

Als "Biedermeier" bezeichnet man die Jahre 1815 bis 1848. Im Zuge der Restauration werden die emanzipatorischen Ideen der Romantik zurückgedrängt. Ohne Möglichkeit zur politischen Teilnahme zieht man sich in die eigene Stube zurück. Die Kunst setzt deshalb verstärkt auf Interieursdarstellungen.

Beispiel dafür sind die ironischen Genrebilder von Carl Spitzweg, allen voran Der arme Poet.

Romantik in Frankreich (1815-1850)

Ähnlich wie in Deutschland vollzieht sich auch in Frankreich nach den Befreiungskriegen eine Restauration. Napoleon ist gefallen, die Republik wandelt sich wieder in eine Monarchie, und viele Errungenschaften werden rückgängig gemacht. Die französische Romantik zeichnet sich vor allem durch ihre Themenwahl aus: Sie favorisiert wilde Abenteuer und exotische Länder.

Eugène Delacroix verschreibt sich den Reflexen von Bewegung, Farbe und Schatten. Sein berühmtes Werk Die Freiheit führt das Volk malt er anläßlich der Julirevolution von 1830. Théodore Géricault fällt durch bewegte Kompositionen und ungewöhnliche Motive auf. So wählt er für sein Gemälde Das Floß der Medusa einen realen Schiffbruch zum Thema.

aw