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Audrey Hepburn: a woman, the style
"Audrey Hepburn: a woman, the style"
Ausstellung im Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main, bis 30. September


Bild: Hepburn in Billy Wilders "Sabrina", USA 1954

Der scharfzüngige Billy Wilder sagte einmal über Hollywood, in dieser Stadt gäbe es nur zwei Mädchen, die lesen und schreiben können und beide hießen Hepburn. Die ältere Hepburn, Katharine, war und ist eine exzentrische Persönlichkeit, die einen lässigen bis nachlässigen Kleidungsstil bevorzugt. Sie erstaunte viele, als sie bereits in den 30er Jahren zerschlissene Jeans und Turnschuhe trug - ein Look, der sich heute längst durchgesetzt hat. Audrey Hepburn, 22 Jahre jünger als Katharine, war von ihrer Ankunft in Hollywood an "everbody's darling" und eine Modeikone. Sie war für ihre schlichte Eleganz, für die Art, sich - wie englische Gentlemen - mit luxuriösem Understatement zu kleiden, berühmt.

Bereits mit ihrem ersten Film, "Ein Herz und eine Krone", 1953, avancierte Audrey Hepburn zu einem der meistgeliebten Hollywoodstars - und ist es acht Jahre nach ihrem Tod noch immer. Das beweist der Besucherandrang im Frankfurter Filmmuseum anläßlich der Ausstellung "Audrey Hepburn: a woman, the style". Alte Damen und junge Damen, elegante und weniger elegante, gelegentlich auch begleitende Herren drängen sich in dem engen Gang, den das Museum für Schauspielerinnen-Retrospektiven nutzt - wie in den vergangenen Jahren für Marlene Dietrich und Romy Schneider. Die Hommage an Audrey Hepburn wurde in Zusammenarbeit mit dem Museo Salvatore Ferragamo in Florenz realisiert. Die Ausstellung war bereits in Japan, Australien und den USA zu sehen. In Deutschland wird sie erst- und einmalig in Frankfurt gezeigt.

"Audrey Hepburn: a woman, the style" widmet sich dem modischen Trendsetter Audrey Hepburn. Mit ihren schiefen Zähnen, ihren abstehenden Ohren, ihrem kleinen Kinn und ihren ausgeprägten Kieferknochen war Audrey Hepburn zwar keine klassische Schönheit - wie ihre Kolleginnen Kelly, Bacall oder Gardner, doch ihr Charme, ihr strahlendes Lächeln und ihr guter Geschmack glichen die kleinen Fehler aus.

Das Frankfurter Filmmuseum zeigt Kleidungsstücke, meistens von Givenchy oder Valentino, aus der Privatgarderobe der Schauspielerin und Kostüme aus den Filmen "Sabrina", "Frühstück bei Tiffany", "My Fair Lady", "Krieg und Frieden", "Charade" und "Bloodline" an extrem fragilen Modepuppen. Zu sehen sind auch Accessoires wie Hepburns Louis-Vuitton-Koffer, ihre Handtaschen und vor allem viele Schuhe, die sie bei Salvatore Ferragamo nach Maß anfertigen ließ: Ballerinas, flache Schuhe, halbhohe Pumps, Seidenpantoffel.

In einer Vitrine steht Audrey Hepburns Oscar, den sie 1953 für die Rolle der Prinzessin in "Ein Herz und eine Krone" erhielt. Die Vespa aus dem Film, heute nicht mehr in tadellosem Zustand, wird auf einem Podest ausgestellt. Um die Vespa herum wurden die Drehbücher von Filmen wie "Zwei auf gleichem Weg", "Warte, bis es dunkel ist", "Frühstück bei Tiffany" und "Charade" gruppiert. Fotos von Audrey Hepburn umrahmen die Exponate. Ausschnitte aus ihren Filmen sind auf kleinen Bildschirmen zu sehen. Im Hintergrund läuft Filmmusik.

Auch Hepburns caritatives Engagement wird nicht vergessen. Ein großer Bildschirm zeigt Aufnahmen von ihren Besuchen als Unicef-Botschafterin in Somalia, Kenia, Äthiopien und Vietnam, Ausschnitte aus Interviews und Bilder von Wohltätigkeitsveranstaltungen. Ein Teil der Einnahmen von "Audrey Hepburn: a woman, the style" geht an den "Audrey Hepburn Children's Fund".

Das Frankfurter Filmmuseum zeigt begleitend zu der Ausstellung Audrey Hepburns schönste Filme. Die Besucher verlassen das Museum mit Respekt, Bewunderung und einem verträumten Blick - und verewigen sich im Gästebuch mit intelligenten Sätzen - wie "Audrey Hepburn war eine Persönlichkeit in unserer Welt." - Anders ausgedrückt: Es ist schön, daß es sie gab.

vh